Mit dem Fahrrad auf dem DonauTäler Radweg

Anzeige | Hinweis: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Bayerisch Schwaben.

Im Sommer 2022 haben wir Urlaub direkt vor der Haustüre gemacht. Mit der Bahn bin ich zu meiner Freundin Johanna nach Ulm gefahren und von dort aus sind wir gestartet.

In der Heimat gibt es mindestens genauso viele schöne Plätzchen wie in der Ferne.

Ziel war der DonauTäler Radweg, welcher durch Ulm führt. In 4 Tagen hatten wir über 272km und 2140 Höhenmeter auf dem Plan. Das Gepäck war, wie bei unseren bisherigen Bikepackingtouren, direkt am Fahrrad befestigt. Für die Nacht hatten wir Hotelzimmer gebucht.

Bikepacking heißt ja nicht, dass man draußen schlafen muss. Es gibt keine festen Regeln für das Reisen mit dem Rad – wichtig ist nur, dass es Spaß macht.

Was ist der DonauTäler Radweg?

Ich war schon immer tief mit der Donau verbunden. An diesem Fluss bin ich aufgewachsen und wohne heute immer noch hier. Einige meiner liebsten Fahrradtouren führen an der Donau vorbei. Doch der DonauTäler Radweg geht noch ein Stück weiter. Er umschließt die Donau und führt durch 14 Nebentäler der Donau, welche zur Geschichte dieses Flusses beitragen.

Dabei verspricht der Radweg viel Abwechslung für Radfahrer, teilweise mit geschichtlichem Hintergrund. Insgesamt erstreckt sich der DonauTäler über rund 300 km und ist aufgebaut wie eine „acht“. Wir haben uns für den großen Radweg außen rum entschieden. Auf der Website des DonauTäler steht übrigens, dass sich dieser für Genussradler eignet. Da wir uns selbst als Genussbiker bezeichnen, waren wir sofort Feuer und Flamme.

Den DonauTäler, welcher bereits zum dritten Mal mit 4-Sternen ausgezeichnet wurde, gibt es beim ADFC auch als 7-tägige Pauschalreise zu buchen, bei der du dich nicht separat um die Übernachtungen kümmern musst.

7 Episoden – 7 Kapellen – Zimmernummer 7

Die 7 hat uns auf dem Radweg immer wieder begleitet. Zum Beispiel hat der DonauTäler Radweg 7 Episoden:

  • Der Grüne Thronsaal
  • Der Wildfang
  • Die Klostergärten
  • Hofmühlen,
  • Kinderstube
  • Wasserspiele
  • Heideterrasse

Wenn man so durch die Gegend fährt, dann erkennt man sofort, in welcher Episode man sich befindet. Dazu aber später mehr.

Ein Teil unserer Strecke ging am 7-Kapellen Radrundweg entlang. Das sind architektonische Highlights, modern interpretierter Kapellen.

Und zu guter Letzt haben wir direkt am ersten Abend unsere Nacht in Zimmer 7 verbracht …

Unsere Reise auf dem DonauTäler-Radweg

Ich habe auf Komoot eine Collection für unsere Reise erstellt. Dort siehst du die einzelnen Routen und Highlights. Du kannst gerne auch die Route als Inspiration für deine nächste Reise nutzen.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.komoot.de zu laden.

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Etappe 1: Ulm – Oberbechingen

Unsere erste Etappe beginnt in der Episode Klostergarten mit majestätischen Aussichten. Dabei haben wir unsere Route extra so geplant, dass wir direkt am Ulmer Münster starten können. Der perfekte Startpunkt! Der höchste Kirchturm der Welt ist eine Faszination. Und ein paar hundert Meter weiter, fließt die Donau entlang.

Doch unser Weg führte erst einmal von der Donau weg. Zwischen dem Safranberg und dem Michelsberg schlängelt sich das wunderschöne Örlinger Tal in Richtung Jungingen. Ruhig, obwohl die Stadt direkt nebenan ist.

Nach etwa 16 km erreichten wir die Klosterkirche und den Klostergarten in Oberelchingen. Ganz in der Nähe befindet sich die Klosterbräustube, welche sich ideal für eine Einkehr eignet.

Auf dem Donautäler Radweg im Klostergarten Oberelchingen.

Unsere Route ging weiter nach Langenau, wo wir uns beim Rathaus erst einmal ein Eis gegönnt haben. Unzählige Storchennester zieren den Marktplatz. Weiter ging es an der Landwasserversorgung an Wiesen und Feldern vorbei. Dieses Stück haben wir sehr genossen, inmitten der Natur. Immer wieder kamen ein paar Häuser und kleine Dörfer auf den folgenden 20km. Aber hauptsächlich war es sehr ruhig und aussichtsreich.

Nach über 40 km erreichten wir über das Lonetal den Archäopark Vogelherd, dem UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“. Das Lonetal eignet sich auch ideal, um mit dem Fahrrad die Steinzeit zu erkunden. Wir fanden auch ein paar Höhlen und Tiere aus der Steinzeit.

Wir fuhren weiter nach Giengen an der Brenz. Der Skulpturenpark direkt an der Brenz eignete sich super für eine kleine Verschnaufpause. Ein paar Meter weiter gab es auch eine Kneippanlage. In Giengen an der Brenz liegt außerdem auch das Steiff Museum. Kleiner Fun Fact am Rande: Mein Kuscheltier von Steiff ist ein Marienkäfer und seit 28 Jahren an meiner Seite.

Im Skuplturenpark in Gingen an der Brenz auf dem Donautäler Radweg.

Wir merkten relativ schnell, dass die Landschaft sich in den letzten Kilometern verändert hatte. Plötzlich befanden wir uns in der Episode Heideterrasse. Als wir Giengen den Rücken gekehrt hatten, hatten wir einen unbeschreiblichen Blick auf die Heidelandschaft.

Unser erstes Etappenziel erreichten wir in Oberbechingen, wo wir im Landhotel zum Adler übernachteten. Ein wirklich schönes, modernes Hotel! Im Biergarten haben wir schnell nette Bekanntschaften gemacht und konnten wieder Energie für den nächsten Tag tanken.

Etappe 2: Oberbechingen – Wertingen

Am zweiten Tag erreichten wir nach einem Kilometer schon unsere erste Raststätte: Eine Aussichtsplattform, mit der man das Naturschutzgebiet Dattenhauser Ried, das größte Niedermoor der Schwäbischen Alb, überblicken konnte.

Nur ein paar Meter weiter war dann auch schon die erste Kapelle vom 7-Kapellen-Radrundweg: Die Lattke-Kapelle.

7 Kapellen

Bei den 7 Kapellen handelt es sich um herausragende, architektonische Meisterwerke, gefördert von der Siegfried und Elfride Denzel Stiftung. Verschiedene renommierte Architekten haben Kapellen interpretiert und umgesetzt. Diese Kapellen sind richtige Highlights und können auch in einer Radtour besichtigt werden. Alle Kapellen sind vorwiegend aus Holz gebaut und zeigen auch, wie das Licht eingebunden werden kann. Die Wegkapellen sind ein echtes Highlight für Radfahrer!

Wir haben auf unserer Tour übrigens 4 der 7 Kapellen gesehen.

Rund 10 km später kam schon das nächste Highlight. Aus weiter Ferne erkannten wir schon das Kloster Maria Medingen. Der Klostergarten ist einen Ausflug wert und hat uns wieder eine tolle, kleine Pause beschert.

Über Wiesen ging es weiter in Richtung Wald. Dort übersahen wir auch fast schon die nächste Kapelle: Die Pawson-Kapelle. Diese Kapelle fügt sich toll in die Waldlandschaft ein und zeigt wieder im Inneren ein tolles Lichtspiel. Außerdem befindet sich an der Kapelle ein kleiner Rastplatz. Auf der Rückseite der Kapelle hatten wir einen tollen Ausblick ins Schwäbische Donautal und den beschaulichen Ort Unterliezheim. Beim ehemaligen Kloster sind wir auf einen Trinkbrunnen und eine E-Bike-Ladestation gestoßen.

Irgendwo war immer ein Fluss in der Nähe. Und genau so ein Fluss war unser nächstes Ziel: An der Kessel bei Kesselostheim befindet sich eine tolle Naturkneippanlage mit Rast- und Spielplatz. Hier fanden wir eine lange überfällige Abkühlung. Während unserer Radtour war es sehr warm und wir nutzen jede Gelegenheit unsere Füße ins Wasser zu halten.

Kneippanlage auf dem Donautäler Radweg.

Ein paar Meter ging es wieder zurück, bevor ein Anstieg folgte. Das Ziel sahen wir schon von Weitem: Die nächste Kapelle. Die Staab-Kapelle war mein persönliches Highlight. Als wir gerade weiterradeln wollten, kamen noch ein paar ältere Damen vorbei und fingen an zu singen in der Kapelle. Der Klang war wunderschön.

Gut gestärkt ging es weiter von der Episode Wildfang in das „Grüne Palais der Flüsse“ wo wir wieder auf die Donau trafen.  Langsam aber sicher kam der große Hunger. Da aber bis Wertingen keine Wirtschaft lag, haben wir in Schwenningen am Wasserschloss eine kleine Pause gemacht und einen Riegel gegessen. Ein wunderschönes Schlösschen, welches unbedingt besucht werden sollte.

Schloss Kalteneck ist ein Wasserschloss auf dem Donautäler Radweg.

Ein paar Meter weiter ist auch schon die nächste Kneippanlage. Wir könnten diese Etappe auch „Etappe der Kneipp-Anlagen“ taufen, denn nach der Kneippanlage in Schwenningen machten wir im Donauried bei der Naturkneippanlage Gremheim halt, die angenehm im Schatten liegt.

Naturkneippanlage auf dem Donautäler Radweg mit Wasserstelle.

Kurz hinter der Naturkneippanlage Gremheim verlassen wir das „Grüne Palais der Flüsse“ und tauchen ein in die Episode Hofmühlen. Im östlichen Donauried an einem Naturbeobachtungsturm vorbei, gelangen wir auch schon zur nächsten Kapelle: Die Mäckler Kapelle. Diese Kapelle erinnerte von der Form her an eine gotische Kirche und bietet im Innenraum durch 172 Farbgläser ein tolles Lichtspiel.

Nach dieser letzten Kapellen-Pause nahmen wir die letzten 10 km in Angriff. Etwas ausgehungert, freuten wir uns auf das Abendessen. Nach einem kurzen Check-in im Hotel-Gasthof Hirsch in Wertingen machten wir uns auf den Weg ins Gänsweid und wurden für unsere Anstrengungen auf der Tour mit richtig leckerem Essen belohnt. Das Abendessen im Gänsweid war für uns ein weiteres Highlight während unserer Reise! Nicht nur etwas fürs Auge, sondern auch für den Gaumen.

Abschließend machten wir einen Spaziergang durch Wertingen. Eine wunderschöne, kleine Stadt mit Altstadt-Charakter. Dabei entdeckten wir viele tolle Plätze.

Etappe 3: Wertingen – Krumbach

Unsere dritte Etappe spielte sich größtenteils in der Episode Hofmühlen ab, ging gegen Ende hin aber in die Episode Klostergarten über. Wir fuhren ein paar Kilometer, bis wir im Wald auf einen tollen Rastplatz gestoßen sind. Von dort aus ging es weiter. Diese Etappe war durch viel Landwirtschaft geprägt.

Rastplatz auf dem Donautäler Radweg.

Die alte Mühle in Ziemetshausen ist zwar nicht mehr aktiv, aber definitiv ein Highlight auf der Tour. Neben Ziegen gibt es dort 2 neue Holzbrücken und ein schöner Radweg.

Kaum später liegt die Wallfahrtskirche Maria Vesperbild auf der Route. Die Landschaft zwischen Maria Vesperbild und unserem Etappenziel Krumbach, entlang der Flüsse Mindel und der Kammel auch sehr beeindruckend. Nach knapp 80 km erreichten wir unser Ziel: Krumbach.

Etappe 4: Krumbach – Ulm

Die vierte Etappe mussten wir leider wegen Krankheit abbrechen, werden diese aber gelegentlich nachholen. Dank der Anbindung an die Mittelschwäbische Bahn ist die Anreise von Ulm über Günzburg auch völlig unproblematisch.

Resümee unserer Tour

Uns hat der DonauTäler Radweg sehr viel Freude bereitet. Am meisten hat uns die Abwechslung der verschiedenen Episoden gefallen. Der Radweg ist definitiv ein Premiumradweg! Langweilig wurde es uns nie, da wir immer etwas zum Anschauen gefunden haben. Die Strecke war super ausgebaut und ist mit dem Fahrrad gut befahrbar für fast alle Fahrradarten. Nur Rennräder hätten auf der Strecke keinen Spaß.

Wir kommen auf jeden Fall wieder!

Johanna und Lisa auf dem Donautäler Radweg.
Johanna und Lisa

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