Ich habe mir ein Rennrad gekauft! – Warum und wieso?

Bääm. Ich habe es tatsächlich getan. Ich habe mir vor 5 Tagen ein Rennrad gekauft. Ich. Wer mich genauer kennt, weiß wie unrealistisch das klingt.

“Ich werde mir nie ein Rennrad kaufen!”

Das habe ich bis vor ein paar Tagen immer noch steif und fest behauptet. Zuletzt bin ich auf Lanzarote Rennrad gefahren und da war ich ganz und gar nicht angetan von diesem wackligem Teil.

Dünne Reifen sind einfach nicht mein Ding. Ich mag es unkompliziert und bequem – darum fahre ich auch Mountainbike. Es gibt einige Dinge, die mich am Rennrad stören.

  • Man kann nur auf geteerten Straßen fahren.
  • Die Bremsen greifen nicht so gut wie beim MTB.
  • Mir fehlen die kleinen Gänge.
  • Bei Wind fühlt sich das Fahrrad ziemlich unstabil an.
  • Man hat keinen Wald- und Wiesenspaß.
  • Es ist steif und unbequem.
Macht Rennradfahren Spaß? Ich habe es ausprobiert!

Warum ich mir ein Rennrad gekauft habe?

Und doch habe ich es getan. Warum? – Weil ich von Montag auf Dienstag Nacht geträumt habe, dass ich ein Rennrad habe. Als ich am nächsten morgen aufgewacht bin habe ich im Bett noch etwas durch eBay Kleinanzeigen gezappt und im Kaff nebenan ein Rennrad gefunden. Am Abend habe ich es dann direkt angeschaut und gekauft. Das wars. Total unüberlegt wegen eines Traums. Gedacht hab ich mir nicht viel dabei.

Wenn man schon andere Träume nicht wahr werden lassen kann, sollte man vielleicht den nicht ganz so sinnvollen aber dennoch realistischen Träumen eine Chance geben.

Und genau das habe ich gemacht. Ich habe dem Rennrad eine Chance gegeben. Wenn es mir nicht gefällt, kann ich es ja immer noch verkaufen.

Gekauft habe ich mir übrigens ein Specialized Diverge A1 mit verbesserter Ausstattung (105er Schaltgruppe, leichtere Laufräder, hydraulische Bremsen). Das Rad hatte gebraucht gerade einmal 80km auf dem Tacho und hat an der Gabel Platz für etwas breitere Reifen.

Mein erstes Rennrad und welche Erfahrungen ich damit sammeln konnte.

Und wenn es mir gefällt, kann ich mir irgendwann ein besseres, leichteres Rennrad kaufen. Manchmal sollten wir Dinge, die wir nicht so toll finden erst einmal intensiv ausprobieren, bevor wir darüber urteilen. Natürlich fordert es Kraft und Energie nicht den leichtesten und gewohnten Weg zu gehen. Und wenn man scheitert ärgert man sich über die verlorene Zeit. Aber oftmals finden wir auch Gefallen an dem was wir zunächst verurteilt haben. Darum fahre ich jetzt Rennrad. Zumindest hin und wieder – denn ich habe noch 3 Mountainbikes die viel Liebe und Aufmerksamkeit brauchen.

Meine ersten Ausfahrten mit dem Rennrad

Diese Woche bin ich etwa 150km mit dem Rennrad gefahren. Sowohl allein als auch im Windschatten. Bei manchen Situationen habe ich mein Mountainbike richtig vermisst. Zum Beispiel wenn die Teerstraße plötzlich aufhört oder man einen steileren Anstieg fährt.

Doch Rennrad fahren kann auch richtig toll sein.

Wenn du im Windschatten 40-50km/h fährst und es einfach nur noch läuft, dann ist das ein richtig tolles Gefühl. Du fliegst fast schon. Oder wenn du flach Grundlagen auf guten Straßen fährst, dann macht das Rennradfahren auch richtig Spaß. Auch alleine. Trotzdem bleibt mein Favorit das Mountainbike. Ich liebe die Action, die es mit sich bringt. Als Abwechslung ist das Rennrad sicher nicht schlecht. Es bringt auch neue Trainingsreize mit sich. Aber mein Herz schlägt für breite Reifen.

Meine ersten Erfahrungen mit dem Rennrad.

Ich werde dich aber auf dem Laufenden halten wie es mit mir und meinem Rennrad weiter geht. 🙂

Bis bald,

deine Lisa. <3

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2 Gedanken zu „Ich habe mir ein Rennrad gekauft! – Warum und wieso?“

  1. Hi,

    ich bin erst heute im Web auf Deinen Blog gestossen und finde ihn unterhaltsam zu lesen und interessant.

    Wenn Du breite Reifen magst, warum ist es statt des Rennrades kein Gravelbike geworden? OK, das war 2019 noch nicht so der Hype wie in diesem Jahr. Hast Du Pläne in diese Richtung, nachdem das erste zu gross war und Du Dein zweites RR ja leider verloren hast?

    Ich bin vom Trekkingrad zum Gravel (43er Reifen !) gekommen und gewöhne mich gerade an den Dropbar. Mit Mountainbikes fehlt mir jede Erfahrung, hier im Flachland gibt es auch keine Berge 🙂

    Antworten
    • Hallo Jörg,
      danke für dein positives Feedback! Habe mich sehr darüber gefreut. 🙂
      Ein Gravelbike wird es 2021 auch geben – das steht noch auf meiner “Nice to have”- Liste. Gerade bei Radreisen oder zum Pendeln ist das sicher praktisch. Aber meine Mountainbikes werde ich definitiv nicht hergeben. Die sind mir heilig und absolut nicht ersetzbar. 🙂 Und auch das Rennrad ist inzwischen ein wirklich wichtiges Fahrrad für mich. Zwar nicht mehr das aus dem Beitrag – aber dafür ein perfektes für mich. 🙂
      Viele Grüße aus dem Schwabenländle
      Lisa

      Antworten

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