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Radfahren im Winter | Die richtige Kleidung und Ausrüstung – Teil 2

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Hinweis: Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für Produkte, welche ich toll finde. Die Produkte wurden teilweise selber gekauft und teilweise Verfügung gestellt. Dies muss ich aus rechtlichen Gründen erwähnen. 

Vor etwa einem Jahr habe ich schon einmal einen Beitrag veröffentlicht, in welchem ich dir über meine Winter-Fahrradausrüstung berichtet habe. Damals hatte ich relativ frisch angefangen mit dem Radfahren und wusste noch nicht, wie lange ich das durchziehe. Zu Beginn war ich noch recht kreativ und sparsam bei meiner Ausrüstung. Gerade weil meine damalige Ausrüstung für Anfänger interessant sein könnte, habe ich mich dazu entschlossen den alten Beitrag online zu lassen und meine neuen Erfahrungen in diesem Beitrag festzuhalten.

Hier geht es zum alten Beitrag: Radfahren im Winter | Die richtige Kleidung

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Jetzt – rund ein Jahr und knapp 7000 Radkilometer später haben sich nicht nur meine Fotos verbessert, sondern auch meine Winterausrüstung fürs Radfahren, sowie mein Winterbike.

Die richtige Kopfbedeckung

Auf dem Kopf hat sich seit letztem Winter nicht viel verändert. Wenn es nicht ganz so kalt und kein Schneeregen in Sicht ist, trage ich weiterhin meinen normalen Fahrradhelm*. Sind die Temperaturen unter -5 Grad inklusive schwierigeren Wetterbedingungen, packe ich gerne meinen Skihelm aus. Bei Wind und Kälte ziehe ich noch meine Skibrille auf, ansonsten fahre ich mit meiner normalen Brille oder einer Sportbrille*.

Eine Skibrille und einen Skihelm bekommst du übrigens auch schon sehr günstig gebraucht.

Radfahren im Winter die richtige Kopfbedeckung Helm Skibrille

Unter dem Helm trage ich gerne ein oder zwei Schlauchtücher / Multifunktionstücher*. Die sind wirklich praktisch und man kann nie genug davon zuhause haben. Eines nehme ich immer als Stirnband – also von der Stirn bis zum Nacken. Ist es etwas kälter lege ich mir noch ein zweites Schlauchtuch um den Kopf – vom Hinterkopf bis zum Kinn. So ist dann fast mein ganzes Gesicht verhüllt.

Bei weniger eisigen Temperaturen nutze ich das zweite Schlauchtuch als Halstuch. Wird es mir zu warm, kann ich das Tuch auch problemlos nach unten schieben.

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Die richtige Kleidung für den Oberkörper

Beim Oberkörper kommt bei mir immer gerne das Zwiebelprinzip zum Einsatz. Je nach Wetter trage ich am Oberkörper 3-5 Schichten.

Zu meiner Grundausstattung gehören ein Thermounterhemd*, ein langärmliges Radtrikot und eine Winterjacke fürs Fahrrad. Die Radtrikots welche ich darunter trage, sind etwas dicker und für den Winter geeignet.

Meine Winterjacke von Gonso ist nicht nur ultra leicht, sondern auch sehr funktional und praktisch. So richtig ins schwitzen komme ich mit der Bekleidung nicht und trotzdem friere ich nicht. Letzten Winter wurde es mir zwar nicht kalt oben herum, dafür hatte ich aber oft das Gefühl zu eingepackt zu sein. Es wurde mir gerne auch mal zu warm. Inzwischen fühle ich mich mit meiner Kleiderauswahl flexibler beim Fahren. Mit diesen 3 Lagen bin ich heute schon bei -3 Grad gefahren und es war weder zu viel, noch zu wenig.

Optionale Oberbekleidung

  • Regnet es draußen, trage ich anstatt meiner Winterjacke meine wasserdichte Allwetterjacke. Nieselt es draußen, trage ich über der Winterjacke eine dünne Regenjacke*.

Die optimale Beinbekleidung für Winterrad-Sportler

Auch bei der Beinbekleidung solltest du darauf achten, dass du nicht zu warm eingepackt bist. Viele Schichten finde ich an den Beinen eher hinderlich, weil ich sonst nicht mehr agil genug auf dem Rad bin. Ich liebe die Kombination aus kurz und lang bei der Beinbekleidung. Dabei schwöre ich auf die Doppelhosen von Gonso*, von welchen ich letztes Jahr schon eine getragen habe. Eine Doppelhose besteht aus zwei Teilen: Einer langen Thermoradhose mit Polster und einer knielangen Mountainbike-Short mit Taschen. Die kurze Überhose wärmt zusätzlich und lässt dennoch viel Bewegungsfreiheit zu. Außerdem lassen sich beide Hosen mit Druckknöpfen verbinden, sodass auch nichts rutscht.

Bei leichtem Regen trage ich anstatt der kurzen Überhose gerne eine kurze Regenhose*. So habe ich immer noch genug Beinfreiheit und mein Hinterteil bleibt trocken. Bei starkem Regen greife ich dann aber doch auf eine lange Regenhose über der Thermohose zurück. Da ich auch im Winter oft längere Fahrten von 2-3 Stunden mache, möchte ich natürlich so lange wie möglich trocken bleiben. Meine Regenhosen habe ich übrigens beide aus der Männerabteilung – ein wenig kreativ bin ich also noch geblieben was die Kleiderwahl betrifft. Letztes Jahr hatte ich übrigens noch eine günstige Regenhose aus dem Discounter, welche vor ein paar Wochen leider der Materialermüdung erlegen und beim abbürsten zerrissen ist. Für einen Radanfänger kann ich aber eine günstige Regenhose durchaus empfehlen. Meine hat mehrere Jahre gehalten. Inzwischen habe ich eine etwas teurere Regenhose gegönnt, welche noch Taschen und Klettverschluss an den Beinen hat.

Nie wieder kalte Füße beim Radfahren im Winter

Wenn du meinen alten Beitrag zum Thema Radfahren im Winter schon kennst, dann weißt du sicher auch, dass ich letzten Winter mit den Sommerschuhen gefahren bin. Ich habe wirklich alle Tricks ausprobiert um den Winter einigermaßen zu überleben. Melkfett an die Füße, eine Plastiktüte in den Schuhen, dicke Skisocken, Überschuhe,…

Ich habe den letzten Winter überlebt, aber es war einfach nicht optimal und ich hatte immer wieder kalte Füße. Darum habe ich mir dieses Jahr schon im Sommer Winterfahrradschuhe gekauft.

Kleiner Tipp: Im Sommer kannst du sehr günstig die Vorjahresmodelle der Fahrradwinterschuhe kaufen.

Und was soll ich sagen? NIE WIEDER OHNE! Ich frage mich die ganze Zeit, warum ich nicht schon früher das Geld in die Hand genommen habe und Winterradschuhe gekauft habe. Ich habe die das Modell Minaki Mid CPX von Vaude*. Mein Freund hat von mir zu Weihnachten die Raptor Arctic GPX von Northwave* bekommen, welche als die ultimativ besten Fahrradwinterschuhe gelten.

Die Winterradschuhe habe ich übrigens eine Größe größer gekauft, so dass auch dickere Socken darin Platz haben. Zu enge Schuhe sorgen für kalte Füße, drum empfehle ich dir Radschuhe für den Winter mindestens 1-2 Größen größer zu kaufen. In den Schuhen habe ich noch eine Lammfellsohle mit einer Alubeschichtung*, welche der Kältebrücke von den Cleats entgegenwirkt. In den Schuhen trage ich meistens nur EIN Paar Thermosocken. Bei Temperaturen über 0 Grad reichen mir meist die Wintersocken von Mavic* aus. Unter 0 Grad greife ich gerne auf die Gore Socken* zurück, welche wirklich super warm halten!

Bei Nässe und Regen ziehe ich noch Überschuhe über die Schuhe. Die Schuhe sind laut Spezifikation zwar wasserdicht, aber aus eigenen Erfahrungen halten Sie keine 2 Stunden Dauerregen aus. Daher habe ich ganz normale Allwetter-Überschuhe von Gonso, welche super über meine dicken Winterradschuhe passen.

Bei Temperaturen unter 0 Grad ziehe ich Neoprenüberschuhe* über die Schuhe. Gestern bin ich 2 Stunden lang bei -2 Grad mit einem paar Socken, den Winterschuhen und den Neoprenüberschuhen gefahren und meine Füße waren bis zu letzt wirklich warm.

Kalte Hände beim Radfahren? Nicht bei mir!

Nach dem ich zu Beginn des letzten Winters gerne mal kalte Hände hatte, hab ich mir schon vor einem Jahr Neopren-Handschuhe* gekauft. Diese trage ich immer noch sehr gerne, da sie ultra flexibel sind. Bei Regen habe ich früher immer noch Bauhandschuhe über die Neoprenhandschuhe gezogen. Inzwischen habe ich ein zweites Paar Handschuhe aus dem Discounter, mit dem ich wirklich mega zufrieden bin. Gerade bei nass-kaltem Wetter trage ich gerne diese Winterhandschuhe.

Sicherheit beim Radfahren im Winter

Bei nebligem Wetter werden Radfahrer sehr schwer erkannt. Daher trage ich fast immer beim Radfahren eine Warnweste über der Jacke. Ich habe eine Radfahr-Warnweste* gekauft, welche noch zusätzliche Taschen hat. Theoretisch kannst du aber auch eine ganz normale Warnweste anziehen.

Auch die Beleuchtung ist in den Wintermonaten extrem wichtig. Da bei einem Mountainbike keine Lichter fest installiert sind, habe ich abnehmbare Lichter*, welche per USB geladen werden können. An der Rückseite meines Fahrradhelms habe ich zusätzlich noch ein Blinklicht*.

Das richtige Fahrrad für den Winter

Für den Winter ist ein Mountainbike mit seinen groben Reifen natürlich ideal. Wer lieber mit schmaleren Reifen unterwegs ist, für den empfiehlt sich auch ein Cyclecross Rad. Ich finde es wichtig für den Winter ein Rad zu haben, welches man ohne Bauchschmerzen Wind und Wetter aussetzten kann. Trotzdem ist es wichtig, das Rad auch regelmäßig zu putzen und pflegen.

Letztes Jahr bin ich noch mit meinem alten, 15kg schweren Haibike Fully über den Winter gefahren. Das Haibike habe ich im Frühling schon durch ein anderes, gebrauchtes 26″ Cube Hardtail ersetzt. Das wiegt nur 11,2 kg.

Vor ein paar Tagen habe ich günstig einen 29er Alurahmen erstanden, mit welchem ich bald bein 26er Cube ersetzen möchte, weil ich gemerkt habe, dass ein 29er mir auf Dauer bei meinen längeren Trainingsfahrten mehr Spaß macht. Wenn du also aus der Nähe kommst und Interesse an einem gut gepflegten, super leichten 26″ Alu-Hardtail hast, dann darfst du mir gerne schreiben. 😉

Jetzt weißt du, wie ich mit dem Fahrrad durch den Winter komme. Was ich bisher noch nicht erwähnt habe: Seit ein paar Monaten habe ich noch eine smarte Rolle für drinne, welche ich bei Dunkelheit oder zu extremen Wetterbedingungen nutze. Doch meistens fahre ich wirklich noch draußen, weil es einfach mehr Spaß macht. Über die Rolle werde ich in nächster Zeit noch in einem separaten Beitrag berichten.

Hast du noch winterliche Tipps und Tricks für andere Radfahrer? Dann hinterlasse doch einen Kommentar. Ich würde mich sehr darüber freuen! 🙂

Bis bald,

deine Lisa.

*(Affiliatelink)

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10 Comments

  • Reply
    Leo
    31. Dezember 2018 at 17:35

    Hallo Lisa trägst du eigentlich immer einen Helm?

    • Reply
      LisasBunteWelt
      31. Dezember 2018 at 18:38

      Hallo Leo,
      Aber selbstverständlich! Auch bei Kurzstrecken. Warum auch nicht? Sicherheit geht vor und in einigen Situationen war ich wirklich schon froh über meinen Helm. Trägst du nicht immer einen Helm? 😉
      LG. Lisa

      • Reply
        Leo
        31. Dezember 2018 at 19:34

        Ich trage ihn selten wäre aber besser ihn immer zu tragen, werde mir einen einen neuen kaufen der besser aussieht und bequemer ist hast eine empfehlung

        • Reply
          LisasBunteWelt
          14. Februar 2019 at 16:42

          Ich würde an deiner Stelle einfach mal ein paar Probetragen – es kommt ja immer auf die Kopfform an. 🙂 Aber ich finde Sicherheit kommt vor dem guten Aussehen. 😉

      • Reply
        Leo
        7. Mai 2019 at 17:29

        Hallo lisa ich hab mir jetzt einen alpina carapax gekauft sitzt gut, geht schön in dennacken und auf die schläfe. Werde ihn jetzt immer einen Helm tragen

        • Reply
          LisasBunteWelt
          8. Mai 2019 at 11:18

          Hallo Leo,
          sehr schön zu hören, dass du dir einen Helm gekauft hast. Sicherheit geht einfach vor! 🙂

          Viele Grüße,
          Lisa

  • Reply
    Karen Heyer (Allegrias Landhaus)
    14. Februar 2019 at 15:28

    Hallo Lisa,
    nachdem ich Dich vorhin in der Trusted Blogs Gruppe „las“, bin ich hierher zurückgekehrt. Ein Bild aus diesem Beitrag war mein erster Pin zum Thema Radfahren! Echt wahr. Ich bekomme vor allem kalte Füße. Da ich nicht den ganzen Winter über mit dem Rad zur Arbeit gefahren bin, haben mir die Regenüberschuhe als Wind- und damit auch Kälteschutz gereicht. Mein Mann ist durchgefahren mit der gleichen Methode. ich habe ihm beim Drogeriemarkt heizbare Einlegesohlen mit Akku gekauft. So richtig begeistert war er nicht von dem Kabelsalat. Wenn wir uns diesbezüglich mal was gönnen wollen, wird es die sündhaft teure drahtlose Variante. Aber nun klopft der Frühling an und herrlichstes Radfahrwetter lockt! Wir fahren beide jeden Meter mit Helm, ist wie im Auto mit dem Gurt.
    Liebe Grüße
    Karen

    • Reply
      LisasBunteWelt
      14. Februar 2019 at 16:37

      Hallo Karen,
      danke für die nette Rückmeldung! 🙂 Ich habe dich gleich mal zu meinem Gruppenboard „Radsport“ eingeladen. Da darfst du gerne fleißig mitpinnen. 😉

      Ja, das mit den kalten Füßen ist so ne Sache. Ich muss aber sagen dass ich inziwschen das Problem wirklich behoben habe. 1 Paar Thermosocken + Lammfellsohle + Fahrradwinterschuhe + Überschuhe. Das ist einfach die perfekte Kombination und ich kann auch ohne Probleme 3 Stunden bei – 5 Grad fahren. 🙂

      Viele Grüße,
      Lisa

  • Reply
    Jo
    5. August 2019 at 10:01

    Hi Lisa, danke für deine Tipps fürs Radfahren im Winter. Ich möchte nämlich im kommenden Winter mit Fahrradfahren meine Fitness aufrecht erhalten. Der Hinweis eine Warnschutzjacke oder -weste zu tragen, ist sehr gut! Dir noch viel Spaß beim Radeln und viele Grüße, Jo

    • Reply
      LisasBunteWelt
      19. August 2019 at 13:31

      Hallo Jo,

      dann wünsche ich dir ein gutes „Schweine-Hund-Überwinden“ für nächsten Winter. Kannst ja gerne ne Rückmeldung geben, obs geklappt hat. 🙂

      Viele Grüße,
      Lisa

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