10 Gründe, warum du mit Kalorien zählen keinen Erfolg hast!

Hinweis: Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für Produkte, welche ich toll finde und selbst gekauft habe. Dies muss ich aus rechtlichen Gründen erwähnen. 

Abnehmen ist theoretisch so einfach – du musst einfach weniger Energie zu dir nehmen wie du verbrauchst. Wenn du das über einen längeren Zeitraum hinweg schaffst, verlierst du die lästigen Pfunde. Da liegt es also nahe Kalorien zu zählen um einen Überblick über die aufgenommene und verbrauchte Energie zu haben. Und weil es so simpel ist, habe ich vor ein paar Jahren auch damit angefangen.

Das war bevor ich es geschafft habe abzunehmen.

Das war als ich noch keine Ahnung von Ernährung und Sport hatte.

Und DAS hat auch nicht geklappt.

Darum weiß ich aus eigenen Erfahrungen was beim Kalorien zählen schief gehen kann. Inzwischen habe ich den Dreh raus und weiß worauf ich achten muss. Mit diesem Beitrag möchte ich dich dazu inspirieren Fehler zu suchen und Dinge besser zu machen, sodass es auch bei dir mit dem Kalorien zählen funktioniert.

Folgende 10 Gründe können daran Schuld sein, dass bei dir das Kalorien zählen nicht den gewünschten Erfolg erzielt.

1 | Du übernimmst Fehler von anderen

Du trackst fleißig mit einer App auf deinem Handy alles, was du täglich isst. Solche Apps haben den Vorteil, dass man schnell die Nährwerte von fast allem essbaren finden kann, da die Community die Lebensmitteldatenbank ständig füttert. Doch Menschen machen Fehler und aus diesem Grund sind in solchen Datenbanken auch viele Fehlinformationen hinterlegt. Und du vertraust diesen Fehlinformationen.

Du isst zum Beispiel eine Portion Magerquark und trackst 100g für 64 Kalorien, weil dieser Magerquark das erste Suchergebnis in deiner App ist. Dabei hat der Magerquark, den du gerade gegessen hast aber 76 Kalorien pro 100g. Jetzt denkst du vielleicht folgendes:

„Ja mein Gott, das sind doch nur 12 Kalorien Unterschied – das macht doch sicher den Bock nicht fett.“ – Was uns zum nächsten Punkt führt.

2 | Du nimmst es nicht so genau mit dem Kalorien zählen

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1 + 1 = 2

Und wenn du über längere Zeit hinweg minimal zu viele Kalorien zu dir nimmst, kannst du auch nicht abnehmen. Wenn du es richtig machen möchtest, musst du es auch exakt machen. Und dazu gehört es auch ALLES zu tracken, was du so isst.

Während ich diesen Beitrag schreibe, genieße ich eine leckere Portion Protein-Porridge mit TK Erdbeeren. Wenn ich die Kalorien zählen würde, hätte ich sicher normale Erdbeeren getrackt. Das wäre falsch gewesen, denn die TK Erdbeeren wurden extra gesüßt. Eigentlich schaue ich immer auf die Zutaten, aber bei TK Beeren wäre ich nicht davon ausgegangen, dass diese noch mehr Zutaten als nötig enthalten.

3 | Du vergisst Lebensmittel zu tracken

Und das machst du nicht mit Absicht, sondern weil du vielleicht gar nicht daran denkst diese zu tracken.

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Gewürzmischungen und Tees können Zucker enthalten. Fett zum Anbraten wird oft vernachlässigt. Salatdressings haben auch Nährwerte. Dips und Soßen. Obst. Grünzeug.

4 | Du vergisst die Getränke

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Hier ein kleines Glas Cola, da eine Saftschorle. Ja, diesen Fehler habe ich auch oft genug gemacht. Gegessen habe ich weniger, als ich verbraucht habe – aber was ich getrunken habe, habe ich vernachlässigt.

5 | Du wiegst falsch ab

Du trackst 40g Reis und nimmst das erste Ergebnis in deiner App zum Kalorien zählen.

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Auf dem folgenden Bild siehst du jeweils 40g Reis. Was hast du getrackt und was hast du gegessen? Gekocht? Ungekocht? Die richtige Sorte?

6 | Du ernährst dich falsch

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Trotz Kalorien zählen kannst du dich auch falsch ernähren. Natürlich nimmst du erst einmal ab, wenn du trotz schlechtem Essen in deinem vorgegebenen Kalorienrahmen bleibst. Aber auf Dauer wirst du damit nicht zum Ziel kommen, weil deinem Körper wichtige Nährstoffe fehlen. Achte am besten immer darauf frisch zu kochen und auf Fertiggerichte zu verzichten. Auf deinem Teller sollten immer in etwa 50% Gemüse, 25% Protein und 25% Kohlenhydrate zu finden sein. Eine gesunde Mischung bringt dich schneller ans Ziel als ein Teller voll mit knusprigen und fettigen Beilagen.

Dieses Thema liegt mir besonders am Herzen, weil ich täglich auf Instagram folgendes sehe:

„113 wunderbare Kalorien.“ (mit einem Bild von 2 Stück Schokolade)

„Zum Mittagessen gab es heute mal ein kleines Popcorn im Kino für 545 Kalorien“

„Fertigschnitzel mit Airfryer* Pommes und Karotten für nur 649 Kalorien“

„483 Kalorien“ (mit Bild von einem definitiv in Fett gebratenem Cordon Bleu und Kartoffelauflauf)

„Nudelauflauf für 480 Kalorien“

Ich möchte mit diesem Zitaten niemanden erniedrigen. Ich möchte dich nur dazu anregen über dein Essverhalten nachzudenken. Abnehmen heißt nicht nur stupide Kalorien zu zählen, sondern sich auch mit gesunder Ernährung auseinander zu setzen. Mit einer einseitigen und ungesunden Ernährung wirst du auf Dauer keinen Erfolg haben. An dieser Stelle möchte ich dir auch gerne meinen Beitrag zum Thema Vorkochen ans Herz legen: Meal Prep | 10 Tipps wie du dein Essen besser vorkochen kannst

7 | Du kennst deinen Grundumsatz nicht

Nur wenige Menschen kennen ihren genauen Grundumsatz. Wir alle sind verschieden und so ist es auch mit unserem Grundumsatz. Du kannst deinen Grundumsatz natürlich von vielen Online-Rechnern errechnen lassen – aber ob dieser genau ist, kann ich dir nicht sagen.

Dein Körperbau, dein Gewicht, deine Größe, dein Alter, und dein Geschlecht machen deinen Grundumsatz zu einem individuellen Abschnitt auf einer Skala. Abhängig vom prozentualen Verhältnis zwischen Muskelmasse und Körperfett verschiebt sich dieser Wert nach oben oder unten. Der Hormonhaushalt, Stress, Fieber, Medikamente, klimatische Verhältnisse und Erholung sorgen noch für ein Feintuning deines Grundumsatzes. Es wäre also falsch, wenn ich den Grundumsatz einer anderen 24-jährigen Dame für mich verwenden würde.

Mit der „Harris-Benedict-Formel“ kannst du deinen Grundumsatz näherungsweise berechnen. [1]

  • für Männer:
    Grundumsatz [kcal/24 h] = 66,47 + (13,7 * Körpergewicht [kg]) + (5 * Körpergröße [cm]) – (6,8 * Alter [Jahre])
  • für Frauen:
    Grundumsatz [kcal/24 h] = 655,1 + (9,6 * Körpergewicht [kg]) + (1,8 * Körpergröße [cm]) – (4,7 * Alter [Jahre])

Laut dieser Rechnung wäre ich bei 1387 Kalorien. Laut meiner smarten Waage* habe ich einen Grundumsatz von 1224 Kalorien. Letztendlich hilft es da nur zu experimentieren und ausprobieren. Nimm deinen berechneten Grundumsatz und wenn du merkst, dass es mit ihm über längere Zeit nicht funktioniert, dann schraube an ihm. Aber mach nicht zu große Sprünge. Der Grundumsatz darf auch nicht zu niedrig sein.

Solltest du noch mehr Interesse an diesem Thema haben, empfehle ich dir meinen Blogbeitrag zum Thema Stoffwechsel ankurbeln.

8 | Du machst Sport um mehr essen zu können

Du sollst Sport machen, weil er dir Spaß macht und nicht um deine Kalorienbillanz auszubügeln. Natürlich braucht der Körper Energie, wenn er Sport macht. Aber viel zu viele Menschen achten darauf wie viele Kalorien sie letztendlich verbraucht haben um diese dann wieder aufnehmen zu können. So habe ich das früher auch gemacht – nach einer lässigen Einheit auf dem Stepper habe ich mir noch etwas Schokolade gegönnt. Denn nach dem Sport hatte ich ja wieder ein paar Kalorien übrig.

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Heute ist das anders – der Sport steht für mich im Vordergrund und ich Esse um meine Leistung bringen zu können und meinem Körper das zu geben, was er braucht. Es gibt kein Essen zur Belohnung nach dem Sport mehr, sondern eine Mahlzeit vor dem Sport um meinen Körper mit Energie zu versorgen und eine danach um ihm mit dem zu vorsorgen, was er braucht. Wenn ich 2 Stunden auf dem Fahrrad sitze und trainiere, dann brauche ich zum Beispiel vor der Einheit 2 Reiswaffeln mit Honig. Wenn ich aber nur mit einer Freundin lässig eine halbe Stunde ums Dorf fahre, reicht mir auch eine Flasche Wasser aus. Der Körper bekommt nur das was er wirklich braucht. Ich war früher auch der Meinung, dass mein Körper nach jeder 20-Minütigen Sporteinheit einen gesunden Smoothie benötigt. Dabei habe ich dann auch oft mehr zu mir geführt, als das was ich wirklich verbraucht habe.

9 | Du hast ein falsches Gefühl für Mengen

Kalorien zählen geht auch auswärts, wenn du ein gutes Gefühl für Mengen hast. Auswärts hast du oft keine Küchenwaage zur Hand. Mit etwas Erfahrung, weiß ich inzwischen in etwa, wie groß die Mengen sind, die ich zu mir nehme. Wenn jemand auswärts einen großen Teller gebratene Nudeln beim Chinesen für 350 Kalorien isst, dann kann ich das nicht glauben. Wir Menschen sind super im „Schönrechnen“ – aber damit belügen wir uns nur selbst. Ich habe angefangen, Gerichte die ich auswärts gerne esse nachzukochen und nachzuwiegen – einfach um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen. Dies hat bei mir sogar dazu geführt, dass ich mein Auswärts-Essensverhalten verändert habe.

10 | Du setzt dich nicht mit den Lebensmitteln auseinander

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Eine Banane ist nicht gleich eine Banane. Auf dem Bild siehst du eine große, sehr reife Banane und eine kleine, nicht ganz so reife Banane. Je reifer und größer die Banane ist, desto mehr Kalorien hat diese. Schau dir die Lebensmittel, die du zu dir nimmst immer genau an und überprüfe auch in welchem Zustand sich dieses befindet. Gekocht? Roh? Gebacken? Reif?

 

Kalorienzählen ist nicht leicht.

Ja, Kalorien zählen ist nicht nur schnell mal ein paar Zahlen in eine App eintragen. Kalorien zählen ist ein sehr komplexes Thema mit vielen Ecken und Kanten.

Aber wenn du dich darauf einlässt, ehrlich zu dir selbst bist und bereit bist, an dir zu Arbeiten, dann wird es auch klappen. Sobald du einmal ein Gefühl für’s zählen von Kalorien gewonnen hast und es zur Routine geworden ist, tust du dir auch wesentlich leichter damit. Was am Anfang nach viel Arbeit ausschaut, kann schon bald zum Alltag werden. Damit meine ich nicht, dass du dann für immer deine Kalorien zählen musst, sondern dass du irgendwann keine Kalorien mehr zählen musst, weil du dich und ein Essen besser kennst.

 

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik darfst du dich gerne jeder Zeit bei mir melden!

Bis bald,

deine Lisa

 

Quellen

[1] https://www.sportunterricht.ch/Theorie/Energie/energie.php

 

*(Affiliatelink)

Verfasst von

Ich bin Lisa, 23 Jahre jung. Softwareentwicklerin, Hobbyköchin, Fitnessfreak und doch irgendwie ein speziell normales Mädchen. Auf LisasBunteWelt erzähle ich euch etwas über meine Ernährungsumstellung, schreibe euch leckere Rezepte nieder und informiere euch über Sport und Gesundheit. Außerdem teste ich hin und wieder interessante Produkte für euch und bewerte diese ehrlich und objektiv.

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